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  • AutorenbildGuido Lehmann

Ergänzung zum Artikel «Schöner warten» in der MAZ-Ausgabe vom 10. Februar 2023



Im MAZ vom 10.2.2023 wurde im Artikel «Schöner warten» über die Meilemer Buswartehäuschen berichtet. Ein Buswartehäuschen ist primär ein funktionaler Bau, dessen Zweck der Schutz von wartenden Fahrgästen gegen Witterungseinflüsse wie Regen, Schnee, Wind und Sonne ist. Die Meilemer Buswartehäuschen erfüllen diesen primären Zweck bezüglich Windschutzes nur bedingt und wurden daher teilweise bereits mit Plexiglasscheiben nachgerüstet. Dafür haben sie einen stolzen Preis von 80’0000- bis 90'000 Fr. inklusive Tiefbauarbeiten wie im Artikel zu lesen ist. Zudem wird die Aussage des damaligen Gemeinderats wiedergegeben, dass ein Buswartehäuschen «ab Stange» nur unwesentlich billiger gewesen wäre. In einem Artikel der ZSZ vom 4.6.2019 wird über das erste Buswartehäuschen in unserer Nachbargemeinde Herrliberg berichtet. Dabei werden die Kosten mit 50'000 Fr. inklusive Nebenarbeiten genannt. Bei meinem Arbeitgeber, der Stadt Zürich, rechnet man ebenfalls mit durchschnittlichen Kosten von 50'000 Fr. für die Nachrüstung einer bestehenden Haltestelle mit einem Wartehäuschen. Eine Nachfrage bei Anbietern solcher Buswartehäuschen «ab Stange» hat folgendes ergeben: Ein Standardwartehäuschen mit 4 Elementen kostet geliefert und fertig montiert auf ein bauseitig vorbereitetes Fundament ca. 30'000 Fr., mit Dachbegrünung ca. 40'000 Fr. Das Model «ZENSOLAR 3-feldrig Grösse Dach 5.34 x 2.83m inklusive Solarzellen auf dem Dach, Wechselrichter, Bezugs- und Einspeisezähler, Sitzbank, Beleuchtung, Verkabelung, Fahrplanhalterung etc. geliefert und vor Ort auf vorbereitetes Fundament montiert wird für 49'461.25 Fr. offeriert. Wäre es nicht eine echte Alternative ein solches innovatives «Solarwartehäuschen ab Stange» zu wählen und erst noch etwas Geld zu sparen? Besteht man auf eine ästhetische Aufwertung und Individualisierung, wäre eine Klebefolie mit entsprechendem Motiv eine preiswerte Lösung. Wenn die Wartehäuschen preiswerter sind, kann man sich auch überlegen an der ein oder anderen Haltestelle, die unter der Grenze von 25'000 Fahrgästen pro Jahr liegen ein Wartehäuschen aufzustellen, um den ÖV weiter zu fördern und attraktiver zu machen. Die Meilmer ÖV-Benutzer, die nicht im Regen stehen gelassen werden würden es der Gemeinde sicher danken.



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